| GoSpezial 12.09.10 - 17:00 |
| GoSpezial UNPLUGGED KONZERT mit NIMALAND im GALAO 03.10.10 - 20:00 |
| Frage: Was macht unser Pastor eigentlich den ganzen Tag? |
| Mittwoch, den 17. Februar 2010 um 20:38 Uhr |
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In der Sesamstraße heißt es: „Wer nicht fragt bleibt dumm!“ Und der Volksmund sagt, dass es keine blöden Fragen, sondern nur blöde Antworten gibt. Wir denken daher, dass die Frage „Was macht eigentlich unser Pastor den ganzen Tag“ eine gute Antwort verdient und diese Frage im Übrigen auch nicht böse gemeint sein muss. Woher sollte man das denn auch wissen? Gerne geben wir - jedem der es wissen möchte - einen groben Überblick über die Aufgabenbereiche unseres Pastors.
Doch bevor wir das machen, möchten wir kurz darüber schreiben, was die Bibel über dieses Amt und seine Dienstschwerpunkte sagt. Zunächst einmal stellen wir fest, dass das Neue Testament das Amt des Pastors gar nicht kennt! Die Urgemeinde wurde immer in einem Team von Ältesten geleitet. Auch in unserer Gemeinde ist es so, dass wir die Leitungsverantwortung nicht in der Hand eines einzigen Pastors, sondern in die Hände eines Ältestenteams gelegt haben. Theoretisch gesehen machen wir in unserer Gemeinde keinen Unterschied zwischen dem Pastor und den Ältesten – im Gegenteil, der Pastor versteht sich als einer der Ältesten! In der Urgemeinde war es aber auch so, dass einzelne Älteste besonders viel Zeit für die Leitung der Gemeinde und den Dienst am Wort (der Predigt, Seminaren etc.) aufbrachten. Paulus fordert die Gemeinde auf, diese Älteste für ihren Job freizustellen, sprich, sie zu versorgen und zu bezahlen: Älteste, die leitend in der Gemeinde tätig sind und ihren Dienst gut versehen, haben doppelten Lohn verdient, besonders wenn sie sich mit ganzer Kraft als Prediger und Lehrer einsetzen. In den Heiligen Schriften heißt es: »Einem Rind, das zum Dreschen eingespannt wird, darfst du das Maul nicht zubinden.« Es heißt auch: »Wer arbeitet, hat ein Anrecht auf seinen Lohn«.[1] Daher sprechen wir in unserer Gemeinde davon, dass wir unseren Pastor für seinen Dienst freisetzen - also die Qualität seiner Arbeit durch die Versorgung der Gemeinde erst möglich machen. Trotz dieser Sonderstellung - dass einzelne Älteste bezahlt werden –, sind alle Älteste der Gemeinde gleichberechtigte Partner, die ihre gemeinsame Leitungsverantwortung im Ergebnis als Teamwork verstehen. Schlicht aus dem praktischen Grund, dass die anderen Ältesten ihre Tätigkeit neben ihrem eigentlichen Beruf ehrenamtlich ausüben und ihnen daher oft die Zeit fehlt, sich in bestimmte Themenbereiche so intensiv einzuarbeiten wie der bezahlte Älteste, hat unser Pastor in der Regel einen besseren Überblick. Daher sprechen wir von unserem Pastor im Leitungsteam als „primus inter pares“, d.h. erster unter Gleichen. Wir wollen also festhalten, dass ein Pastor die gleichen Aufgaben wie die übrigen Ältesten der Gemeinde hat, diese aber durch seine Freisetzung besser erfüllen kann. Kommen wir jetzt also zu den Aufgaben eines Ältesten bzw. Pastors. Die Bibel selbst nennt vor allem folgende drei Dienstschwerpunkte:
Alle drei Dienstbereiche verfolgen das Ziel, jeden Einzelnen in der Gemeinde für seinen persönlichen Dienst am Nächsten auszurüsten und ihn zum geistlichen Erwachsenwerden zu erziehen. Und er hat einige als […] Hirten und Lehrer eingesetzt, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi.[2] Der Pastor unserer Gemeinde ist in der Woche für 40 Stunden angestellt. Über diese vertraglich festgelegte Wochenarbeitszeit wird aber ein zusätzliches ehrenamtliches Engagement erwartet. Die tatsächliche Wochenarbeitszeit schwankt daher zwischen 40 und 60 Stunden und liegt durchschnittlich bei 50 Arbeitsstunden. Die Arbeitszeit wird in einer 6-Tage-Woche von unserem Pastor selbst eingeteilt, wobei der Montag – der Pastorensabbat - ein freier Tag ist. Im Schnitt teilt sich eine Arbeitswoche unseres Pastors wie folgt auf:
Gebet/Andacht = Gebet für die Gemeinde u. persönliche Zeit mit Gott/ Vorbereitung = Predigtvorbereitung, Hauskreis, Ranger, Lobpreis, Seminare etc./ Veranstaltungen (+ Aufbau)= Sonntagsgottesdienst, Ranger, Hauskreis, Lobpreis, Krabbelgruppe, Seminare etc./ Gespräche = seelsorgerliche Gespräche, Beziehungspflege, neue Kontakte, administrative Kontakte (z.B. Stadt, Pastoren, Presse)/ Büro = Telefonate, Emails, Sozialnetzwerke, Homepage, Pressearbeit, Verwaltung, etc./ Sonstige = Vorstandsarbeit, BfP & Allianztermine, Vorbildungen, etc. Die Ältesten (und der Pastor) der Jesus-Gemeinde sind gerne für Dich da. Sie stehen Dir gerne mit Rat und Tat, sowie Gebet und praktischer Hilfe zur Seite, um Dich für deinen Dienst am Nächsten fit zu machen. Aber unsere Ältesten können nicht in jeden hineinsehen und – mal ganz salopp gesagt – nicht immer alles gleich riechen! Leider sind Einzelne immer wieder enttäuscht und fühlen sich übersehen. Um diese Enttäuschungen zu vermeiden, bitten wir jeden Einzelnen der Hilfe sucht und braucht, die Ältesten persönlich anzusprechen. Diese Praxis ist biblisch, denn die Schrift sagt eindeutig, dass derjenige, der Hilfe braucht die Ältesten rufen soll.[3] Bitte delegiere diesen Ruf nicht, sondern sprich die Ältesten selbstständig und persönlich an. Du kannst den Ältesten aber noch in einem anderen Bereich eine riesige Hilfe sein, und zwar indem Du regelmäßig für sie betest! Auch diesen Gebetsaufruf finden wir bereits in den ersten Gemeinden. Immer wieder wird im Neuen Testament dazu aufgerufen, für die eigene geistliche Leiterschaft zu beten.[4] Bitte bedenke: Gebet ist keine „Kleinigkeit“, sondern die mächtigste Waffe, die Jesus uns anvertraut hat. Durch das Gebet wirst Du selber ein unterstützender Teil der Herausforderungen unserer Leiterschaft. Für Kritik oder Fragen und Anregungen ist die Ältestenschaft immer offen und dankbar. Dein Ältestenteam [1]Gute Nachricht 1Ti 5,17-18 [2] Epheser 4,11-14 [3] Jakobus 5, 14 [4] Epheser 6,19; Kolosser 4,3; 2.Thessalonicher 3,1 |
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