| GoSpezial 12.09.10 - 17:00 |
| GoSpezial UNPLUGGED KONZERT mit NIMALAND im GALAO 03.10.10 - 20:00 |
| Was sagst Du zur neuen Moschee in Dietzenbach? |
| Donnerstag, den 04. März 2010 um 13:08 Uhr |
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Nach der Teilnahme an einer Podiumsdiskussion im Dietzenbacher Bürgerhaus zum Thema Moscheenbau der Almadyya-Gemeinde, wurde ich immer wieder gebeten, meine persönliche Meinung zu diesem Thema noch einmal auf den Punkt zu bringen. Ich möchte dieser Anfrage nun nachkommen. Mein Wunsch und frommes Gebet ist es dabei, dass ich mit dieser Stellungnahme kein weiteres Öl ins Feuer gießen möge, sonder stattdessen etwas zum Frieden und ehrlichen, sachlichen Gespräch und Miteinander beitrage. Meine Meinung zum wachsenden Islam ganz im Allgemeinen hat zwei Seiten: Die erste Seite der Medaille…Es tut mir weh und passt mir persönlich als Christ und Pastor gar nicht, das sich der Islam ausbreitet und das Christentum – zumindest in Europa – schrumpft, dass Kirchen in Moscheen umgewandelt werden etc. Auch stehe ich vielen Werten einiger muslimischer Glaubensrichtungen (z.B. Rolle der Frau, Juden) kritisch gegenüber. Weiter macht es mir Sorgen, dass in den Ländern, in denen der Islam politisch mitentscheidet – und das strebt er in den meisten Fällen ja an - vor allem Christen verfolgt werden.[1] Die zweite Seite der Medaille…Ich muss, vor allem als Christ, allen Menschen – selbstverständlich auch den Muslimen - die gleichen Rechte und Pflichten zugestehen, die ich mir selber rausnehme. Genau diese Dinge drückt Jesus im Umkehrschluss aus, wenn er Folgendes zu uns sagt: Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch![2] Dieses Zugeständnis an Rechten schließt nicht nur das Recht auf Religionsfreiheit, sondern auch auf uneingeschränkte Religionsausübung ein – sprich, dass Muslime selbstverständlich das Recht haben, neue Moscheen in unserem Land zu bauen (ob mir das nun persönlich passt oder nicht)! Art 4 (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.[3] Darüber hinaus lehrt Jesus uns Christen die Nächsten- sowie die Feindesliebe! Stimmung, Hetze und platte Stereotypen gegen Andersgläubige haben bei Christen nichts verloren und ich distanziere mich davon eindeutig! Jesus sagt:
... meine persönliche ZusammenfassungDer wachsende Islam ist ein Arbeitsauftrag an uns Christen, der uns als Christen unser jahrelanges Versagen bescheinigt. „[…] Der messbare Einfluss der Kirchen in Deutschland sinkt. 1970 gehörten noch 94% aller Westdeutschen einer Kirche an. Man war Deutscher, wie man eben auch Protestant oder Katholik war. Ein Austritt aus der Kirche, wiewohl ein rein privater Akt, hatte etwas Schändliches. Die Zeiten sind längst vorbei. Nur noch knapp 60% aller Deutschen gehören heute einer Kirche an. Selbst Kirchenkreise schätzen, dass 2025 Christen in Deutschland eine Minderheit sein werden […].“[6] WIR müssen aufwachen... sollten uns z.B. nicht darüber beschweren, dass Muslime jeden Freitag in die Moschee gehen, sonder stattdessen selber als „Christen“ ein bisschen mehr tun, als nur einmal im Jahr in den Weihnachtsgottesdienst zu gehen. Natürlich macht einen Menschen ein Gottesdienstbesuch genauso wenig zum Christen, wie der Besuch bei McDonalds einen nicht zum Hamburger macht! Aber hier – in der Suche nach dem christlichen Gott – muss die Geschichte trotzdem anfangen. Das Christentum ist nach wie vor eine stark wachsende Religion! Es gibt über 2 Milliarden Christen auf dieser Welt. In einigen Ländern wächst das Christentum jedes Jahr um über 10%.[7] In China beispielsweise wächst das Christentum jedes Jahr um eine Millionen Menschen.[8] Alleine die christliche Strömung in der auch ich als Pastor zu Hause bin - die der Pfingstler - ist in den letzten 100 Jahren von 0 auf über 520 000 000 Christen (Tendenz steigend) auf der ganzen Welt angewachsen und repräsentiert damit heute die zweitgrößte christliche Kirche![9] Warum gilt christliches Wachstum für die ganze Welt, nur nicht für Europa und Deutschland? Wir treten in unserer Gesellschaft immer mehr und mehr christliche Werte mit Füßen. Wir geben unserer Stadt beispielsweise zynisch das Motto „Dietzenbach – Teuflisch gut!“, treiben jedes Jahr in unserem Land über 100 000 Kinder ab,[10] trennen uns mehr und mehr von dem biblischen Familienbild, nehmen es uns heraus über der Bibel, dem Wort Gottes, zu stehen, anstatt auf ihm zu stehen! Natürlich wundert mich das alles nicht wirklich, sind diese Dinge doch vor allem die Folgen unserer eigenen selbstgewählten Gottesferne! Ein Iman sagte mir: „Herr Diekmann: Konkurrenz belebt das Geschäft!“ und die Zeitschrift „Die Welt“ drückte es – zugegeben etwas krasser – wie folgt aus: „Der Islam als Potenzmittel für Christen“[11]. Nun, hoffentlich ist das so! Zumindest ist es eine Chance - vielleicht die letzte - für unsere christliche Gesellschaft in Deutschland und Europa... Woran glaubst Du? Wie wichtig ist Dir Dein Glaube? Hast Du eine persönliche Beziehung zu Gott oder kennst Du ihn höchstens nur noch vom Hörensagen? Wir bieten als Gemeinde regelmäßig ALPHA-Kurse des Glaubens (Glaubensgrundkurse) an, in denen Menschen ihr Wissen über Gott mal wieder auffrischen können, auch veranstalten wir einmal im Monat unseren GoSpezial – einen Gottesdienst speziell für kirchendistanzierte Menschen. Schau doch hier einmal vorbei oder nimm ein ähnliches Angebot von Deiner eigenen Kirchengemeinde in Deiner Stadt an. Wo stehst Du hier ganz persönlich? Hast Du Dich selbst vielleicht mit Hassgedanken und Parolen gegen Muslime versündigt, aber bist doch selbst so gottlos? Jesus sagt zu Dir, dass Du nicht über den Splitter in dem Auge Deines Nächsten lästern sollst, sondern stattdessen an den Balken in Deinem eigenen Auge denken solltest![12] Kehre um von diesen Gedanken und erneuere auch Deine persönliche Gottesbeziehung! Christliche Werte, Moral und Gesellschaftsstrukturen werden über Kurz oder Lang ohne ein entsprechendes tragendes Fundament zusammenbrechen! Ich persönlich kenne kein besseres, tragfähigeres Lebensfundament als den Glauben an Gott den liebenden Schöpfer, der uns Menschen vor 2000 Jahren in Jesus Christus begegnet ist und auch heute noch begegnen will! Ja, Jesus lebt und er möchte Dir begegnen und Dein Leben verändern und verbessern, und das Beste: Er ist nur ein Gebet (das heißt übersetzt „Gespräch“) von Dir entfernt. Die Kirche muss sich ändernIch denke, dass die Kritik von vielen Menschen richtig ist, bzw. oft viel dran sein kann, wenn sie beklagen und anprangern, dass die Kirchen ihnen nichts mehr zu sagen hätten, diese nicht mehr ihre Sprache sprechen würden, alles viel zu altbacken, steif und verstaubt wäre! Ein volles Amen dazu. Ich glaube, auch wir Kirchen müssen uns hier bewegen und reformieren. Christliche Werte und Traditionen müssen verstanden und gelebt werden, denn Traditionen sind die Weitergabe von Feuer und nicht die Anbetung ihrer Asche! GebetsaufrufDas Neue Testament fordert uns selbst aber nicht nur dazu auf, persönlich umzukehren, sondern noch mehr zu tun. So sollen wir z.B. für Andersgläubige, selbst wenn diese uns nicht friedlich gegenüberstehen, beten![13] Nun denkst Du vielleicht, was Gebet schon verändern kann. Aber Gebet kann alles verändern, Berge versetzen und Menschen zur Umkehr bringen. Das folgende Video ist mir dafür ein riesiges Beispiel für die Kraft des Gebets:
Wenn Du das Video nicht öffnen kannst, dann HIER klicken. Unsere Mission ist Mission!Für manche Menschen stehen Begriffe wie Evangelisation oder Mission unter Generalverdacht, man ordnet sie teilweise Kampfbegriffen wie Fundamentalismus, Kreuzzüge etc. zu und hält diese Dinge für nicht mehr zeitgemäß und überwunden. Doch Mission ist nichts anderes als Werbung für den Glauben. In einer globalen Informationsgesellschaft werden wir täglich mit Nachrichten, Umfragen, Aufrufen, Stellungnahmen und Angeboten überschüttet. Informationen sind gewissermaßen die Triebkraft unserer modernen Gesellschaft! Ausgerechnet die Christen sollten daran nicht teilhaben dürfen? Ich finde das verrückt und fahrlässig. Warum sollten diese Dinge Christen verboten sein? Wer wirbt, gibt Auskunft über sich selbst. Eine Kirche, die Mission betreibt, stellt sich kritischen Fragen. Was ist daran schlecht?[14] Schlecht und unheimlich sind mir persönlich hingegen Religionsgemeinschaften und Gruppierungen, die fast als eine Art Geheimbünde in dunklen Ecken ihr Dasein tristen und eine Art Parallelgesellschaft bilden. Jesus sagt zu seiner Kirche: Lass Dein Licht leuchten[15] und Gehet hin in die ganze Welt[16] und erzählt von mir! Christliche Kirche sollte sich immer als für den Glauben werbend und einladend verstehen und darstellen. Umkehr zum christlichen Glauben, Gebet und echte Liebe für Andersgläubige und Evangelisation – diese Dinge können das Blatt wenden und unser Land, unsere Werte schützen und reformieren. Die Welt verändert sich so oder so! Es bleibt die Frage, wer diese Welt verändern wird! Meinen Frieden lasse ich euch.„Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.“[17] Mit diesen Worten verließ Jesus seine Jünger. Interessanterweise stellt er sie in den unmittelbaren Zusammenhang von christlicher Mission und Christenverfolgung. Der Volksmund sagt, dass derjenige, der gut mit anderen auskommen möchte, es vor allem lernen muss, gut mit anderen zu streiten! Interreligiöse Gespräche und das Werben für den eigenen Glauben bergen leider immer auch die Gefahr der Entzweiung und Entfremdung. Doch Christen sollten, soweit es an ihnen selbst liegt, sich selbst immer auch als Friedensgaranten verstehen. „Selig sind die Friedensstifter; denn sie werden Gottes Kinder genannt werden!“[18] Unsere Stadt braucht keine weiteren religiösen Spannungen, Anfeindungen und Konflikte. Christen sollten sich immer für den Frieden und für Freundschaften zwischen den Kulturen und Glaubensüberzeugungen einsetzen. Eine gute Freundschaft allerdings zeichnet sich aber immer auch durch die Fähigkeit aus, miteinander friedlich zu streiten, unterschiedliche Überzeugungen und Glaubensgrundsätze zu benennen und stehen zu lassen. Eine solche Freundschaft wünsche ich mir zwischen den unterschiedlichen Religionen und Überzeugungen unserer Stadt Dietzenbach. Es wäre mir persönlich eine echte Ehre, Freund genannt zu werden, vor allem von jenen, die meinen Glauben nicht mit mir teilen. Pastor Samuel Diekmann Siehe auch die Erklärung zu Religionsfreiheit, Toleranz und Gewaltverzicht der VEF (Vereinigung Evangelischer Freikirchen). Das BILD (oben links) zeigt die Sultan-Ahmed-Moschee; Dieses Bild basiert auf dem Bild http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Sultan_Ahmed_Mosque_Istanbul_Turkey_retouched.jpg&filetimestamp=20100226165259 aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Dersaadet. [1] http://www.opendoors-de.org/verfolgung/weltverfolgungsindex/erlaueterungen_wvi/ [2] Matthäus 7,12 [3] Artikel 4 unseres Deutschen Grundgesetzes [4] Matthäus 5,44 [5] Matthäus 5, 9 [6] Frankfurter Rundschau [7] http://www.evangelikal.de/laender.html [8] http://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_in_China [9] http://www.bfp.de/wir-ueber-uns/zahlen-und-statistik.html [10] http://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsabbruch#Statistik [11] http://www.welt.de/politik/article2755039/Der-Islam-als-Potenzmittel-fuer-Christen.html [12] Matthäus 7,3 [13] Lukas 6,28 [14] IdeaSpektrum 9/2010, Seite 20 [15] Matthäus 5,14; Markus 4,21; Lukas 8,16 [16] Matthäus 28,19; Markus 16, 15; Apostelgeschichte 1,8 [17] Johannes 16,33 [18] Matthäus 5, 9 |
Kommentare
finde deinen Artikel super......
aber leider denken die meisten anders Gläubigen nicht so loyal.
Trotzdem weiter so!!!
Liebe Grüsse
Silvia
Can
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